Lernen aus der Geschichte an Orten des Holocausts

Thüringer Schulklassen fahren zu Gedenkstätten in Polen – Förderung durch Bethe-Stiftung und Bildungsministerium im Schuljahr 2017/18

Bis zu 15 Fahrten von Klassen weiterführender Schulen zu NS-Vernichtungslagern im heutigen Polen werden im Schuljahr 2017/18 unterstützt. Möglich ist dies durch die Förderung der Bethe-Stiftung und des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. Insgesamt 80.500 Euro Fördermittel stehen zur Verfügung. Gefördert werden mehrtägige Fahrten ab Klasse 9 zu den Gedenkstätten in Auschwitz, Belzec, Chelmno nad Nerem, Majdanek und Treblinka.

Ziel der schulischen Fahrten zu Gedenkstätten ist es, dass sich Schülerinnen und Schüler an historischen Orten mit dem Nationalsozialismus und den Folgen des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzen. „Die Fahrten ermöglichen jungen Menschen das Lernen aus der Geschichte an authentischen Orten des Holocausts. Sie vertiefen dabei ihre Kenntnisse zur Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen und gedenken der millionenfach ermordeten europäischen Juden im Zweiten Weltkrieg. Die schulischen Gedenkstättenfahrten zu Orten der Vernichtung sind ein wichtiger Bestandteil der Prävention gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Das Programm fördert die Demokratie- und Menschenrechtserziehung von Schülerinnen und Schülern“, unterstreicht Thüringens Bildungsminister Helmut Holter.

Zur Vor- und Nachbereitung der schulischen Gedenkstättenfahrten stehen den Lehrkräften die Fortbildungsangebote des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) auch im Schuljahr 2017/18 zur Verfügung.

Allgemein bildende weiterführende Thüringer Schulen können ab sofort ihre Anträge beim Bildungsministerium stellen.
Die Antragsunterlagen sind abrufbar unter:
www.thueringen.de/th2/tmbjs/bildung/foerderung/polen